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Lyrik

Bedenkzeit

Manchmal sehn ich mich nach einem
der ganz leise mit mir spricht
Bild aus Holunderzeit -  - Zeichnung von S. Otto Hüttengrund
der, wenn neben ihm ich liege
auch nachher noch zärtlich ist.

Rückkehr

Aber als er am Abend kam
hatten die Dinge wieder einen Namen.
Ich konnte sie riechen und schmecken,
die Haut war empfänglich für Wärme,
und ich hatte Lust über die Dinge zu sprechen,
über Kastanien und herbstliche Feuer,
über gilbende Gräser und den Samen
des Mohns, der nach Jahren noch
keimt und grünt und seine Kapseln sprengt.

Leg' noch etwas Holz auf...

ein paar Scheite,
daß die Wärme uns durchdringe.
Morsch war der alte Baum
und trug selten Früchte.

Einen Kirschbaum
haben wir gepflanzt,
und später,
viel später,
wenn er fällt,
werden unsre Kinder
Bäume pflanzen.

Undine Leg' noch etwas Holz auf,
ein paar Scheite.
Ich hab' Kinder und
auch Kirschen gern.

Undine

Bei meiner Seel,
die Haut ist zu dünn,
wie der Stein überm Brunnen.
Also treibts mich hoch
Und die Hände zum Himmel.

Da kräht kein Hahn nach,
die Hähne schweigen.
Nebel ist, sagst du,
und meine Hände berühren
den Himmel.

Immer rührst du mich, sag ich,
und ich könnte auch
Steine tragen oder Wasser.
Doch es wird so sein,
du trägst Steine und Wasser
durch den Nebel.
Das ist Männergesetz.

Sonnenblumen

Eine Handvoll schwarze Körner
streute ich im Frühling aus.
Bild aus Holunderzeit Hab' vergessen,
hab' vergessen,
diese Handvoll Sonne bald.
Hab' im Sommer dann gestaunt,
weil der Wind ein Lied geraunt,
ein Lied voll gelber Fransen.

Gänsewinter

Der Schnee ist noch
den Daunen gleich,
die stolz
die Weihnachtsgänse tragen.

Nur Ganter Heinrich
zischt sehr leise.
Er kennt die Zeit
und auch das Leben.

Bald muß er Abschied
von Amanda nehmen.
Ach, diese Gans.
Zu ernst nahm sie die Mast.




© Regina Röhner

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